Friday, January 27, 2012

Wie es weiter geht..

Sieh dieser Welt zu, wie sie handelt. Hier sitze ich und versuche sie zu verstehen, um mir so mein eigenes Handeln zu erklären. Dann schreibe ich diese Zeilen in der Hoffnung, dass sie mir helfen in meinen immer wiederkehrenden Kämpfen mit dir. Diese Menschen, die ich sehe, fast alle sind sie geplagt von Dämonen. Sie haben alles gegeben, um diese zu besiegen und enden dennoch in ihren kalten Betten und hoffen in der Luft eine Antwort zu erkennen. Dann diejenigen, die wie Geister unter uns wandeln, darauf hoffen und warten, dass sich etwas regt. Ein Wort wieder einen Sinn ergibt. Ich habe so oft gesagt, ich will weiter gehen. Ich will weiter leben. Und, wenn es sein muss jeden Tag mit diesen wachen Geistern leben, nur, um mit dir im Einklang zu sein. Damit du dich nicht vor mir verschließt. Will dich nicht für tot erklären, denn ich weiß, dass es dich gibt. Ich bin mir meiner überdrüssig und dieser ständigen melancholischen Scheiße, die mich ständig umgibt. Als sei ich ein idiotischer Teenager in der ersten Seelenkrise. Ich will weiterziehen. Ich will endlich irgendetwas verstehen. Will wissen wie es geht nicht tiefer zu blicken als alle anderen. Will wissen wie es geht nicht in leere Münder zu starren und ihrer Leere bewusst sein. Will wissen, wie ich dagegen wehren kann, nicht einer dieser herum irrenden Zombies zu werden, die nicht wissen, wie es weiter geht und aufgeben. Denn genau das weiß ich nicht, wie es weiter geht..

White Room (Opening) by Katherine Du Tiel©

11 comments:

Banji said...

I like your most recent updates. But cant help it, I think that you´re not feeling good right now . hang in there. plz continue writing in egnlish, i had to translate this 1.

Sherry said...

Das hast du wunderschön geschrieben. Endlich klar, ohne Verschleierungen, ohne irgendetwas, um das du herumschlingelst, endlich Deutsch, endlich du. Gott verschließt sich nicht. Du verschließt dich, aber zurecht, wie ich finde. Ich verstehe dich.

Nayla said...

Dear Banji, I can't control much how I write and what I write. Some things remain hidden forever just because I never wrote them down in German. I will try to keep the balance, though.. Thank you for passing by and thank you (more) for the sweet comment.

Nayla said...

Ich hab mich wirklich schwer getan mit dem Text da oben, Schatz. Für mich fühlt er sich uneben und deformiert an. Aber wahrscheinlich ist genau so die Nachricht. Deformiert. Suchend. Kalt.Ich denke, ich verstecke mich lieber hinter Sprachen, die ich nicht so gut kann, um nicht die Fehler zu entdecken, die so offensichtlich sind. Egal, wie es in meinen Ohren klingt. Richtig oder falsch. Manche Texte müssen einfach Deutsch sein.. Weil sie nur so einen Sinn ergeben und nichts von ihrer Tiefe einbüßen. Danke fürs Hiersein ...

Sherry said...

Weißt du, Imili ... Sich in seiner Muttersprache unwohl zu fühlen, ungelenk, unsicher hat eine sehr große Aussage über einen selbst. Eine sehr große. Du hattest diese Idee vor Wochen, ein Geschenk von deiner Mama ... "nur eine weitere Geschichte" hieß diese Idee. Was hat dich vom Weg abgebracht? Was hat dich wieder hier schreiben lassen? Was hat dich zurückrudern lassen? Was dich wieder von dir abrücken lassen, fliehen lassen? Du wirst so nicht finden, was du suchst. Das geht nur durch das kompromisslose Gehen durch sich selbst (hindurch). Wie, als würde man durch's Feuer gehen.

Nayla said...

Ich dachte diesmal durchbreche ich den Kreis. Dann hab ich Angst bekommen. Neuanfang, auch wenn es nur ein Blog ist, bedeutet erstmal auch allein sein. Was nicht so schlimm gewesen wäre, hätte man mich nicht so getreten. Und auf einmal fand ich mich wieder in alten Gewohnheiten. Alte Wunden lecken. Neue Wunden falsch behandeln. Mich Menschen ausliefern, die nur Schlechtes im Sinn haben. Es ist schwierig. Ich glaube, es ist als würde man einer zerbrochenen und endgültig zerrütteten Beziehung noch ein letztes Mal eine Chance geben bevor ihr schlussendlich den Rücken kehrt. Ich habe "die andere Geschichte" nicht vergessen. Wenn die nächste Woche erstmal vorbei ist, und ich wieder ein paar Tage durchatmen kann - bevor ich mich "Goldstein" und "Müsseler" widme - versuche ich das Design so zu verändern, dass ich mich dort wohl fühlen und zuhause sein kann. Und diesmal vielleicht eine ganz andere Sorte von Menschen anziehe.. Diesmal ungesehen. Unerkannt. Heute freu ich mich wieder drauf..

Sherry said...

Ich finde, du hast alles erklärt, was es zu erklären gibt. Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen. ❤

mietze said...

Ach Nayla, ist das schön geschrieben. Wie oft hab ich das gleiche Gefühl, wie oft sehe ich Menschen, die ständig denken, dass man den Zweifeln entfliehen kann, indem man sich dieser Welt und ihren seltsamen Regeln anpasst.
Ich habe das Gefühl es wird immer kälter und irgendwann geht es nicht mehr weiter. Es ist und bleibt wohl ein Kampf. Aufgeben kann man ihn sowieso nicht :)
Bleib stark, ich hab nicht das Gefühl, dass Du Dich im Kreise drehst (und wenn doch, tu ich es auch).

Nayla said...

Hallo (!) Mietze.. Wie schöööön dich hier zu sehen :) Hab mich sehr über deine lieben Worte gefreut. Manchmal frage ich mich, ob die Menschen damals mit den selben Dämonen zu kämpfen hatten wie wir. Irgednwie scheint das Menschenkind nicht schlauer zu werden. Wir leben in einem Zeitalter mit soviel Wissen, das ständig zugänglich ist, aber dennoch schaffen wir es nicht die einfachsten Bedürfnisse unserer Seele zu entschlüsseln. Vielleicht hören wir einfach nicht richtig zu.. Ich hoffe sehr, dass ich mich nicht im Kreis drehe. Trotzdem gut zu wissen, dass wenn doch, man nicht so alleine ist.

Freu mich immer noch über deine lieben Worte :))) DANKE!

mietze said...

Hey Nayla :)
Ja, bei den englischsprachigen Beiträgen trau ich mich nicht so recht. Ich bewundere Dich ja mit welcher Leichtigkeit Du Englisch schreibst, etwas was ich gar nicht kann und dann habe ich doch ein wenig Angst, mit meinem Holper-Englisch Deine schönen Texte zu entweihen.
Ich weiss es auch nicht so recht, ob es damals dieselben Dämonen waren, vielleicht waren es andere, aber es waren gewiss irgendwelche da. Sind wir auch je zufrieden? Manchmal habe ich das Gefühl, die Lösung liegt darin, nichts zu erwarten vom Leben, aber ich kann das nicht. Ich erwarte mir durchaus Gerechtigkeit, auch wenn das wohl eine ewige Utopie bleiben wird und subjektiv was gerecht ist, ist es obendrein auch.
Aber sei Dir sicher, auch wenn es Dir so vorkommen sollte, dass Du dich zuweilen im Kreis drehst, auf Dauer wird das nie so bleiben, auch wenn wir das kaum merken. Die Zeit ist mächtiger als wir. Ohne es zu merken, verschwinden unsere Probleme und verändern sich. Als Kind war es schrecklich schlimm, wenn ein Spielzeug kaputt ging, oder wenn man die Sendung nicht sehen durfte, die man unbedingt sehen wollte. Jetzt sind es andere Sachen und in 10 Jahren werden wir sagen, ach je, so schlimm ist das doch gar nicht!
Dafür ärgern wir uns aber gewiss über etwas anderes.
Ich glaube aber Du hast recht, wir hören einfach nicht richtig zu, nicht mal uns selbst hören wir mehr richtig zu, sonst wüssten wir wohl besser wo unser wirklichen Sehnsüchte und Nöte liegen.

Hab auch vielen lieben Dank, dass Du mich wieder zum Nachdenken angeregt hast :-) Manchmal vergisst man sich selbst so schnell!

Nayla said...

Hallo Mietze .. Glaubst mir, wenn ich dir sage mein Englisch hat sich tatsächlich nur so verbessert, weil ich immer weiter geschrieben habe? Mein Englisch ist wirklich nicht das Beste. Also bitte, bitte.. Denk nicht, dass Du irgendwas entweihen würdest. Aber zur Not kannst du natürlich auch auf Deutsch kommentieren :) Hier versteht man ja beides.

Ich verstehe das sehr gut mit den Erwartungen. Ich erwarte auch sehr viel von meinem Leben, aber mittlerweile ist es sehr abgeschwächt.. Vor allem die Enttäuschung, wenn Dinge nicht so eintreffen wie erwartet oder wenn sich Türen schließen, die man für offen gehalten hat.

Du hast Recht. Die Probleme von heute sind längst nicht mehr die Probleme von vor einem Jahr. Was mich schmerzt ist eigentlich nur, dass Gefühl, dass es nie besser wird. Aber auch das ist eine Lüge. Ganz objektiv betrachtet, bin ich es, die nicht richtig hinsieht, um zu verstehen :)

Danke fürs Hiersein..

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